Face to Face

Report

Internationale Begegnung mit jungen Israelis, Palästinensern und Deutschen

17. - 25. September 2019

DJH Rotenberg Deutschland
18 Studenten aus Israel, Palästina und Deutschland
Leitung: Antwan Saca (Palästina), Yasmin Rimer (Israel), Sophie von Waitz (Deutschland) Internationales FAB-Leitungsteam: Achmed Helou, Avner Dinur, Andreas Beier Organisation: Kobi Tor, Doro Oelrich
Filmdokumentation: Gerburg Rohde-Dahl

 

 

Ich glaube, es ist absolut nötig, dass jeder Israeli Palästinenser trifft und mit ihnen redet. Genauso wichtig ist, dass jeder Palästinenser Israelis trifft und mit ihnen spricht. Ich meine ganz einfache Leute, wie mich, die bereit sind ihnen zuzuhören und nicht den Medien und den Leuten, die uns damit füttern. Diese Woche habe ich so viele Geschichten gehört, von einem Palästinenser, der sieben Monate im israelischen Gefängnis saß und seine Hoffnung auf einen Dialog nicht aufgegeben hat, einer der gefoltert wurde wegen eines Ereignisses und nach Monaten wieder frei gelassen wurde, als die Autoritäten erkannten, dass sie den falschen Mann verhaftet hatten. Und ich hörte noch viele andere sehr harte Geschichten. Wenn sie die Hoffnung nicht verlieren, dann lass uns allen eine Chance geben. Nur dann können wir uns eine realistische und einfühlsame Meinung bilden über uns selbst und über alle in der Welt. Sie stehen uns so nahe, dass wir noch nicht einmal um sie wissen. Um es kurz zu machen – Wir sollten niemals Meinungen vertreten, ohne der Wahrheit zu begegnen, Face to Face!

Eine Israelische Teilnehmerin

 

 

Für mich war das Seminar eine Achterbahnfahrt von Eindrücken und Gefühlen, und ich gehe auf jeden Fall nach Hause, um allesπ auszupacken. Ich bin wirklich glücklich, dass ich euch alle treffen konnte auf eine Weise, wie sie im täglichen Leben nicht gegeben ist. Ich bin traurig, dorthin zurückzukehren, wo ich lebe, und werde das Seminar die Erinnerung behalten.

Ein deutscher Teilnehmer

Ich bin hier nicht zu einer Hochzeitsreise gekommen. Sondern um über Konflikte zu sprechen, über meine Gefühle, um mit meinem Feind zu reden. Um zu versuchen, über mich selbst zu reden, über mein Leiden unter der Besatzung. Ich möchte Menschen konfrontieren, weil ich an die Hoffnung glaube. Ich glaube an die Zukunft, und ich kann die Kerze sehen. Ok, sie ist weit weg, aber ich kann sie sehen. Ich will mein Bestes geben, dass ich diese Kerze erreichen kann. Um ihr Licht wachsen zu lassen, für meine Leute, meine Familie, für meine Generation. Wenn ich aufgeben würde, wäre das mein Tod. Das wird nicht geschehen. In diesem Seminar bin ich sehr ermutigt worden, von euch allen! Ich werde mich selbst einladen, euch anzurufen und die Verbindung zu euch zu halten. Denn ich glaube, eine Woche ist nicht genug um euch alle kennen zu lernen.

Ein palästinischer Teilnehmer